
PURE REDUCTION
Diese Serie ist wie Jazz auf einer kleinen Bühne: eine klare Struktur mit Raum für Variation. Linien, Zahlen und Fahrbahnen werden zu Rhythmus; Pausen schaffen Platz. Wiederholung gibt den Takt vor, kleine Verschiebungen sorgen für Spannung, und das Timing verbindet die Elemente.
Fotografiert in einem Parkhaus, werden alltägliche Markierungen zu grafischen Formen – Figur und Grund, Kanten, Flächen aus Negativraum. Der starke Schwarz-Weiß-Kontrast reduziert jedes Bild auf Linie und Ton: helle Partien, tiefe Schwärzen und bewusst gesetzte Abstände.
Über Blickwinkel und Distanz halte ich die Komposition ruhig und behandle das Motiv vor allem als Form, nicht als Thema.
Im Verlauf verschiebt sich die Wahrnehmung von Orientierung zu Abstraktion: von gut lesbaren Zeichen und Zahlen hin zu reiner Linie und Fläche. In der Reihe entsteht ein leiser Spannungsbogen – Bildpaare beziehen sich aufeinander, Pausen gliedern die Folge, und der Ablauf macht die Struktur sichtbar.
Es gibt keine Inszenierung; nur Standort, Licht und Moment. Am Ende bleibt eine grafische Abfolge, die aus etwas Alltäglichem eine klare, dynamische Bildkomposition macht.






